Verantwortungsvolle anschaffung

Heutzutage beziehen sich die Fragen der Textil- und Bekleidungsindustrie oft auf die Menschen, die die Produkte herstellen, sowie auf ihre Arbeitsbedingungen. Die Nanso Group arbeitet seit Jahren an der Entwicklung des Verantwortungsbewusstseins, sowohl in der Produktions- als auch in der Anschaffungskette der Produkte. Uns ist es wichtig, den Ursprung unserer Produkte zu kennen und uns sicher sein zu können, dass der Verbraucher diese mit ruhigem Gewissen tragen kann, unabhängig vom Herstellungsort.

Die Nanso Group hat sich bei ihren Anschaffungen in den letzten Jahren auf ihre langjährigen Kooperationspartner konzentriert. Eine begrenzte Zahl der Produktlieferanten und die Entwicklung einer langjährigen Kooperation bieten die Möglichkeit, auch in der Anschaffungskette Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln. Auch hinsichtlich der Qualität und Beständigkeit unserer Produkte werden Anforderungen gestellt, die jedes Produkt ungeachtet seines Herstellungsortes erfüllen muss.

Die Nanso Group ist im internationalen Maßstab ein kleiner Akteur der Textilbranche, weshalb das Unternehmen versucht, bei der Anschaffung mit Unternehmen derselben Größenordnung zu kooperieren. Die Größe der Fabriken variiert dennoch von 100 Personen in einer italienischen Sockenwirkerei bis hin zu über 1000 Angestellten in einer türkischen Textilfabrik. Um in der Branche Missstände hinsichtlich bestimmter Arbeitsbedingungen zu verbessern, beteiligt sich die Nanso Group bereits seit 2008 an der internationalen BSCI (Business Social Compliance Initiative).

BSCI - Das Netzwerk für verantwortungsvolle Importgeschäfte

BSCI (Business Social Compliance Initiative) ist eine internationale Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Transparenz der Produktlieferanten zu überwachen und die Arbeitsbedingungen in den sog. Risikoländern zu entwickeln. BSCI verfügt über mehr 1300 Mitglieder, die nach den gemeinsamen sozial verantwortlichen Arbeitsprinzipien arbeiten, zu denen sich auch alle Produktlieferanten der Nanso-Group verpflichtet haben.

Die Arbeitsprinzipien der BSCI basieren auf internationalen Verträgen, mit denen die Rechte der Arbeitnehmer in globalen Anschaffungsketten geschützt werden sollen. Die Arbeitsprinzipien der BSCI wurden 2013 aktualisiert. Die wichtigste Änderung besteht in der Erweiterung der Prinzipien, so dass diese die gesamte Produktionskette umfassen.

Die Einhaltung der Arbeitsprinzipien der BSCI wird mithilfe von Fabrikprüfungen durch Drittparteien kontrolliert, wodurch die Zuverlässigkeit und Transparenz des Systems sichergestellt wird. Als Resultat der Kontrolle werden Entwicklungspunkte und der Zeitplan für die erneute Prüfung festgelegt, wenn bei der ersten Kontrolle Mängel festgestellt werden. Im Jahr 2013 stammten 80 % der Produkte, die die Nanso Group außerhalb der EU erwarb, aus Fabriken, die der BSCI-Kontrolle unterliegen. Auch die zugelassene SA8000-Prüfung wird als Nachweis für soziales Verantwortungsbewusstsein akzeptiert.

Herausforderungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen in Ländern außerhalb der EU beziehen sich oft anstelle auf Arbeitsplätze auf die Kultur und die gesamte Branche der Industrie im entsprechenden Land. In der Nanso Group hat man sich über die Herausforderungen der Branche und die Risiken durch die Fragmentierung der Produktionskette informiert. Laut den Prüfungsergebnissen beziehen sich die Mängel in den Risikoländern gewöhnlich auf die Führungspraxis, die Dokumentierung, die Arbeitszeit, die Entlohnung sowie auf die Arbeitsgesundheit und -sicherheit. Durch eine spezifische Auswahl der Kooperationspartner und eine Vorgehensweise laut den Werten des Unternehmens versucht die Nanso Group das Verantwortungsbewusstsein in ihrer Anschaffungskette zu fördern.

Weitere Informationen über die BSCI erfahren Sie hier.